RAUMPULS Lenz & Lenz-Armstorfer OG

Methode-Regattasegeln

Ein Teilnehmer berichtet:
„Nach zwei Tagen Segeltraining fühlte sich die Amateurcrew wie in einer Hochschaubahn der Gefühle. Anfänglich war es Unsicherheit, als völlige Landratten auf ein 15 Meter langes Regattaboot gesetzt zu werden und ohne weitere Vorwarnung in die Geheimnisse des Segelsportes eingeführt zu werden. 

Gleich bei den ersten Ausfahrten wurden Handgriffe erklärt, Wirkungsweise von Segeln, Wind, Wasser und Boot erörtert, Manöver geübt, Rollen eingeteilt, Kommandos vereinbart. Die ersten Manöver waren ein Fiasko. Doch der Skipper quittierte dies stoisch mit: „Nichts lehrt besser als Fehler“. Zum Glück verliefen die regelmäßigen Manöverkritiken so effizient, dass die Lernkurve steil nach oben ging. So kam es, dass bereits der zweite Tag dem Genusssegeln gewidmet war, hoch am Wind, dichte Segeln, der Bug schneidet durch die Wellen, alle Mann auf der Kante. Jeder kennt seine Aufgabe, das Ziel sind schnelle, richtige Kurse und flinke Manöver.


Doch was nun folgen sollte, war noch einmal eine Steigerung: Regattatage. Auf den Nachbarbooten wird es geschäftig, Profis und Amateure beleben den Yachthafen und die spezielle Regattastimmung ergreift unwiderstehlich alle Segler. Wettkampfstimmung, in engen Kajüten werden Taktiken geschmiedet, Wetterberichte verglichen, Kurse berechnet und Teamgeister beschworen. Die Nacht vor der Regatta: Nervosität pur.

Der nächste Morgen lässt keinen Raum zum Nachdenken, alles geht schnell, hektisch muss das Boot bereit gemacht werden. Und schon läuft man aus zur Regattabahn. Der Skipper erteilt knappe Anweisungen, um mit schnellen Manövern die bestmögliche Startposition zu erkämpfen. Und dann zählt der Taktiker herunter 10, 9, 8,... Segel dicht und 40 Boote jagen über die Startlinie. Jetzt zeigt sich, welche Crew Ihre Hausaufgaben gemacht hat und als Mannschaft funktioniert. Fehler passieren immer und Sie haben unmittelbare Auswirkungen.

Eine misslungene Wende wirft das Boot um mehrere Positionen zurück. Eine falsche Kursentscheidung des Navigators führt das Boot ins windlose Niemandsland. Klar, die Profis sind vorne weg, da kann keine Amateurmannschaft mithalten. Aber man erkennt die eigenen Möglichkeiten und mit welchen Booten man sich vergleichen und matchen kann.

Es beginnen die Rennen im Rennen. Jeder Positionsgewinn, jeder Meter aufgeholter Vorsprung, das Vorbeigleiten am Gegner bewirkt Hochgefühle, als hätte man als Team gerade den America´s Cup gewonnen. So gibt es auch als Firmenmannschaft in Ausbildung auf See genug zu verlieren und genug zu gewinnen. Genug um daraus als Team und über Führung für das Leben zu lernen. „Eine bessere Lebensschule als das Segeln gibt es nicht“ meinen die Profisegler. Und man bekommt in einem Firmenboot auf Teamseminar eine Ahnung, dass dies wohl stimmt.“

Regattasegeln

Typischer Ablauf

Startphase
Hier wird die Methode vorgestellt. Der Auftrag wird geklärt und relevante Themen aus der Unternehmenspraxis gesichtet. In Kurzworkshops und Impulsen wird aus dem Firmenteam eine Crew geschmiedet. Sicherheitseinweisung und Organisation der Regatta

Regattaphasen

Tag 1

  • Ankunft, Quartier machen
  • Grundeinweisung
  • Klärung der Erwartungen und Arbeitsthemen
  • Erste Trainingsausfahrt
  • Reflexion

Tag 2

  • Trainingstag mit Spezialtrainer
  • Segelkompetenzen erwerben
  • Rollen und Handgriffe trainieren
  • Grundlagen der Regatta-Taktik
  • Abendeinheit: Segeln, Regatta und Organisation – Parallelen und Lernmöglichkeiten

Tag 3

  • Regattabeginn
  • Schiff klar machen
  • Erste Wettfahrt
  • Manöverkritik Regatta – Verbesserungsschleife
  • Zweite Wettfahrt
  • Manöverkritik Regatta – Verbesserungsschleife

Tag 4

  • Dritte und ev. vierte Wettfahrt
  • Regattaabschluss
  • Manöverkritik Regatta

Tag 5

  • Reflexionsschleife
  • Lessons learned
  • Transfer in Team- und Organisationspraxis

Transferphase
Die Erfahrungen werden – wieder daheim – reflektiert und diskutiert. Vereinbarungen für die Arbeitspraxis und die Organisationsentwicklung werden vereinbart. Diese Maßnahmen finden direkt am Arbeitsplatz statt.

Ein anderes Format ist die selbst organisierte Regatta mit gecharterten Booten. Wir sind dabei mit zwei bis drei gleichen Booten sowie einem Motorboot unterwegs. Man ist als Firma unter sich oder tritt gegen eine andere Firma an. Diese maßgeschneiderte Kleinregatta wird professionell begleitet und organisiert.

Konkrete Regattaangebote:
Üblicherweise nutzen wir die hervorragend organisierten, maritimen Regatten im Frühjahr und Herbst in den besten Segelrevieren Europas. Dem Ort sind keine Grenzen gesetzt ob Mittemeer, Atlantik, Nord- oder Ostsee.

Aber auch die heimischen Seen bieten hervorragende Segel- und Regattamöglichkeiten.